"Flucht. Trauma. Schule.“
Geflüchtete Kinder und Jugendliche befinden sich häufig in einem sequenziell traumatischen Prozess, zu dem neben den fluchtauslösenden Bedingungen und der Flucht selbst auch die Lebensbedingungen im Aufnahmeland gehören.
Ihre vergangenen und aktuellen Belastungen bringen die geflüchteten Kinder und Jugendlichen in die Schule und in die neuen pädagogischen Beziehungen mit ein. Dies kann eine enorme Herausforderung für die Lehrkräfte bedeuten.
Schwerpunkte des Vortrags sind eine Einführung an die Lebens- und Leidenserfahrungen geflüchteter Kinder und Jugendlicher, die Aneignung von Grundwissen im Bereich der Psychotraumatologie – insbesondere eines für die Pädagogik anschlussfähigen Verständnisses sequenzieller Traumatisierungen –, die Auseinandersetzung mit der Rolle der Institution Schule sowie mit den Aufgaben und Funktionen von Schule vor dem Hintergrund von Flucht und Trauma.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Traumapädagogik im Kontext von Flucht und Schule und den damit verbundenen Möglichkeiten und Grenzen professionellen pädagogischen Handelns.
“Leibniz Education Talks (LETs): Wissenschaft und Praxis im Dialog – Eine interdisziplinäre Veranstaltungsreihe”
Die "Leibniz Education Talks" (LETs) bieten eine Plattform für aktuelle inter-/ transdisziplinäre und gebiets-/ fachbezogene Diskussionen in der innovativen Lehrkräftebildung. Sie unterstützen den vernetzenden Austausch von Erkenntnissen und Ideen aus der Bildungswissenschaft, -praxis, -administration und -politik. Die LETs bestehen aus Impulsen, gefolgt von Diskussionsphasen, die aus der Lehrkräftebildung stammen. Die LETs richten sich an Hochschullehrende und Studierende aller ܱäٱ sowie an externe Akteurinnen und Akteure, wie zum Beispiel Lehrkräfte.
Referent/Referentin
Dr. Christoph Müller, Leiter des Winnicott Instituts und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut
Veranstalter
Leibniz School of Education
Termin
14. April 202618:00 Uhr - 20:00 Uhr
Ort
Campus LehrkräftebildungGeb.: 1135
Raum: 16/17
Im Moore 11
30167 Hannover